Wer findet die Hummel?

Der Frühling ist gekommen und bietet das erste Futter für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Auf diesem Bild versteckt sich eine Hummel – wer findet sie?

Wer findet die Hummel? VHS Bienen-Blog
Wer findet die Hummel? Sie ist gut versteckt … © Christa Rahner-Göhring

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Doch etwas besseres zu tun?

… und sie fliegen wieder

Frühlingsbeginn – schon wieder etwas früher.

Nicht erst seit den Schlagzeilen des vermehrten Insektensterbens ist das Thema Bienen wieder in den Fokus einer wachsenden Interessengruppe geraten. Die Auseinandersetzungen hinsichtlich einer nachhaltig zu gestaltenden Lebensweise brachte schon seit längerm die Bienenhaltung wieder ins Gespräch. In dem Bedüfnis nach tatkräftiger Unterstützung zum Erhalt einer naturnahen Umgebung und zur Rettung einer gefährdeten Spezies, sehen einige hier ein Terrain vorbildhafter Wirkungsmöglichkeit.

Dieser Hype scheint auch jüngeres Publikum zu finden und ist, im Gegensatz zu früher, geschlechtsunspezifisch. Imkerversammlungen früherer Jahre zeichneten sich haupsächlich durch ältere, männliche Mitglieder aus, deren Sorge, zu einer stark schwindenden Spezies zu gehören, die Runde machte. Wer in den Nachwirtschaftswunderjahren in unserer doch noch abwechslungsreichen Kulturlandschaft spazieren ging, entdeckte immer wieder aufgegebene Bienenstände. Diese waren nicht nur der sich verändernden Betriebsweise geschuldet, sondern einem gesellschaftlichem Umbruch, der landwirschaftliche Themen in den Hintergrund drängte. Nur wenige ließen sich deshalb auf ein so untrendiges Hobby ein. Das Absterben vieler Bienenvölker durch die Varroose, einer aus Ostasien eingeschleppten Milbenkrankheit in den 80er Jahren, sorgte für zusätzlichen Imkerschwund.

Um so erfreulicher ist die Tatkräftigkeit eines Teils der jüngeren Generation, die eine schon in den 70er Jahren aufgekommene Kritik einer ökologisch bedenklichen Land- und Industriewirtschaft wieder aufgreift und sie in einer neuen, umfassenderen Protestbewegung verstärkt. Nicht umsonst stand das Volksbegehren zur Artenschutzvielfalt in Bayern unter dem Motto „Rettet die Bienen“ .

Wer mit dem Gedanken spielt, sich Bienen anzuschaffen, sollte sich im Klaren sein, welche Probleme auftreten können und welche Entscheidungen anstehen. Hier bieten Einführungskurse eine erste Orientierung. Auch der direkte Kontakt mit Bienen ist ratsam, um eventuell vorhandene Ängste richtig einschätzen zu können. Erst danach steht die Wahl der Betriebsweise an.

Klotzbeuten in den Cevennen – beschrieben als artgerechte Haltungsform

Die Diskussion um artgerechte Bienenhaltung ist in aller Munde. Sie ist nicht neu, aber gewinnt durch moderne Forschungsergebnisse an Dynamik. Am schnellsten erhält man Einblick in dieses Themengebiet durch ein aktuelles Fortbildungsprogramm mit Beteiligung vieler Volkshochschulen. Es ist kostenlos auf dem Internetportal BeeMooc zu besuchen und liefert interessante Einsichten rund um das Thema Bienen. Vor allem die Beiträge von Torben Schiffer, der von der Universität Würzburg Forschungsaufträge erhielt, zeigen neue Erkenntnisse. Er erforscht das Leben der Bienen in ihren ursprünglichen Baumhöhlen und leitet daraus Konsequenzen für eine gesündere Haltungsform ab.
Zudem ermöglichen Videos im Internet einen ungeahnten Einblick in die unterschiedlichsten Haltungsformen von Bienen weltweit. Als Einstieg finde ich die mehrteiligen Videos über die Heideimker vorteilhaft. Sie verschaffen eine schnelle Übersicht einer einigermaßen artgerechten Haltung von Bienen. Anschaulich wird die Entwicklung des Bienenvolkes über das Jahr hindurch gezeigt und es wird ersichtlich, welche Maßnahmen auf Imker zukommen.

Ein Thema beschäftigt alle Imker nach wie vor: Die Bekämpfung der Varroamilbe. Die seitherige Behandlung mit Säuren ist zeitaufwendig und führt nicht immer zum gewünschten Erfolg. In dieser Hinsicht sind die Forschungen von Herrn Schiffer besonders interessant. Er verdeutlicht, dass bei der Honiggewinnung in großen Beuten die Bienen permanent unter Stress stehen und sie deshalb keine Chance haben, mit dem Problem alleine fertig zu werden. Auch den Einsatz von Milben fressenden Bücherskorpionen wird angesprochen. Einen weiteren Befreiungsschlag gegen dieses lästigen Problem kündigte das Hohenheimer Bieneninstitut im Januar 2018 an. Nicht nur für Batteriehersteller ist Lithium essentiell, es soll auch rückstandsfrei das gesuchte Mittel für die Varroabekämpfung werden. Bis zur Markteinführung sind allerdings noch weitere Untersuchungen nötig.

Hoffen wir für diejenigen, die Bienen halten, dass dieses Problem bald gelöst wird. Wer keine praktischen Erfahrungen machen möchte, kann sich an den vielfältigen Möglichkeiten einer artgerechten Bienenhaltung erfreuen. Youtube sei Dank.

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Hallo beim Bienen-Blog der Gmünder VHS !

Wir freuen uns über alle, die den Weg zu unserem Blog gefunden haben. Start des Bienen-Blogs ist am 6. März 2020 . Begleitet uns bei allem, was in den nächsten Monaten über diesen Bildschirm summt.

Wer darüber hinaus mehr über naturnahe Bienenhaltung erfahren möchte, kann sich auf https://www.beemooc.de noch zum kostenlosen Online-Kurs beeMOOC anmelden, der seit dem 27. Februar läuft. Es ist nach wie vor möglich, sich anzumelden.